Pedret i Marzà

Pedret i Marzà ist eine katalanische Gemeinde in der Provinz Girona im Nordosten Spaniens. Sie liegt in der Comarca Alt Empordà. Das Zentrum der Doppelgemeinde liegt in Marzà.

Pedret i Marzà liegt an der Nationalstraße 260 und grenzt im Norden an die Nachbargemeinde Garriguella, im Nord-Osten an Vilajuïga, im Osten an Pau und im Westen an Peralada. Teile des Gemeindegebietes gehören zum Parc Natural dels Aiguamolls de l’Empordà.
Auf dem Gemeindegebiet wird überwiegend Viehwirtschaft (insbesondere Schweinezucht) und Ackerbau betrieben.
Die romanische Kirche Sant Esteve
Teilansicht der Kirche Sant Esteve
Mauern des Castells im Ortsteil Marzà
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J/ψ-Meson

J/ψ
Das J/ψ ist ein Meson, ein subatomares Teilchen. Seine Entdeckung im Jahr 1974 war von großer Bedeutung, weil damit die Existenz eines vierten Quarks, des Charm-Quarks nachgewiesen war.

Das J/ψ ist ein gebundener Zustand aus einem Charm-Quark und einem Anti-Charm-Quark , d. h. es ist ein Charmonium. Alle seine Flavour-Quantenzahlen sind daher null. Das J/ψ ist das langlebigste und zuerst entdeckte Charmonium. Es hat eine Masse von 3097 MeV/c2 und eine Zerfallsbreite von 92,9 keV/c2, was einer Lebensdauer von 10−20 s entspricht. Seine Quantenzahlen sind .
Das J/ψ zerfällt zu 87,7 % über die starke oder die elektromagnetische Wechselwirkung in Hadronen. Der gesamte elektromagnetische Anteil von 25,4 % verteilt sich auf 13,5 % hadronische Endzustände und jeweils 6 % leptonische Endzustände mit 2 Myonen bzw. 2 Elektronen.
Für ein derart schweres Meson ist es sehr ungewöhnlich, dass die Zerfallsbreite so gering ist und dass der elektromagnetische Zerfall mit dem starken konkurrieren kann. Dies liegt daran, dass der übliche Weg des Zerfalls schwerer Mesonen durch Anlagerung eines leichten Quark-Antiquark-Paares aus energetischen Gründen nicht möglich ist und dass die Annihilation von c und c über die starke Wechselwirkung aus Gründen der Paritätserhaltung mindestens drei Gluonen erfordert und daher nach der OZI-Regel unterdrückt ist.
Das J/ψ wurde 1974 fast gleichzeitig von zwei Gruppen entdeckt, die es J bzw. ψ nannten – daher rührt der eigentümliche Doppelname. Die eine Gruppe unter Burton Richter entdeckte es am Stanford Linear Accelerator Center, die andere Gruppe unter Samuel Chao Chung Ting am Brookhaven National Laboratory. Richter und Ting stellten ihre Ergebnisse gemeinsam in einer Pressekonferenz am 11. November 1974 der Öffentlichkeit vor. Die beiden Wissenschaftler wurden für die Entdeckung dieses Teilchens 1976 mit dem Nobelpreis für Physik ausgezeichnet.
Die Entdeckung des J/ψ war eine Sensation, weil seine Breite (Energieunschärfe) nur knapp ein 1000stel der anderer Mesonen in diesem Energiebereich beträgt und seine Lebensdauer (nach der Energie-Zeit-Unschärferelation) also gut 1000-mal so lang ist.
Zu diesem Zeitpunkt kannte das Quarkmodell nur drei Quarks (u, d, s); die einzig plausible Erklärung für ein so langlebiges Meson war ein neues, viertes Quark. Dieses „Charm“-Quark war bereits theoretisch vorhergesagt worden, und mit dem J/ψ konnte seine Existenz als gesichert gelten.
Am Cornell-Elektron-Positron-Speicher-Ring (CESR) der Cornell University gibt es einen speziell auf die Massenproduktion von Charmonium abgestimmten Teilchenbeschleuniger, im derzeit laufenden Experiment CLEO-c werden die Eigenschaften dieser Teilchen (und ihrer Zerfallsprodukte) studiert.
Ein Ziel der Charmonium-Forschung liegt in der Erforschung des immer noch nicht genau bekannten Potentialverlaufs der starken Wechselwirkung. Vom Standpunkt der Coulomb-Kraft her ähnelt das Charmonium bis auf abweichende Ladungen und Massen dem theoretisch sehr gut verstandenen Positronium. Das Potential der Wechselwirkung wird aus Emissions- und Absorptionsspektren der Übergänge zwischen angeregten Zuständen des Charmoniums berechnet. Nach Abzug des Coulomb-Potentials bleibt so das Potential der Starken Wechselwirkung übrig und kann parametrisiert werden. Im einfachsten Fall erhält man so für das Quark-Antiquark-Potential ein coulombartiges Potential für kleine Reichweiten und ein lineares Potential für größere Entfernungen.
Samuel Ting, der für das Teilchen den Namen „J“ propagierte, ist chinesischer Abstammung. Sein Familienname („Dīng“ in Pinyin-Umschrift) wird mit dem Schriftzeichen 丁 geschrieben, das einem „J“ sehr ähnlich sieht. Ting hat also seine Entdeckung möglicherweise nach sich selbst benannt.

Deutscha Playa

Produktion
Deutscha Playa ist das erste Soloalbum des deutschen Rappers D-Bo. Es erschien 2001 über das Independent-Label I Luv Money Records. 2004 wurde es wiederveröffentlicht.

D-Bo gründete 2001 zusammen mit King Orgasmus One, Bass Sultan Hengzt und Bushido das Label I Luv Money Records. Zu dieser Zeit studierte er noch, war jedoch öfter bei Bushido in Berlin, wo ein Großteil des Albums entstand.
Weitere Teile des Albums wurden in Osnabrück, Freiburg und Hannover aufgenommen und erschien 2001 als Compact Cassette. 2004 erschien Deutscha Playa neu gemastert auf CD über ersguterjunge als Wiederveröffentlichung.
Das Album wurde überwiegend von Bushido produziert. Daneben war auch D-Bo und De La Mok an der Produktion einzelner Titel beteiligt.
Gastbeiträge kommen von den Labelgründern von I Luv Money Records und BMW: King Orgasmus One, Bass Sultan Hengzt und Bushido. Daneben waren auch noch Schlafwandler und Jayson von 4.9.0 Friedhof Chiller, sowie eine Reihe weiterer Underground-Rapper als Gäste beteiligt.
Bonustracks

Bernd Venohr

Bernd Venohr (* 16. April 1959 in Hanau) ist ein deutscher Unternehmensberater.
Bernd Venohr studierte von 1978 bis 1981 Betriebswirtschaftslehre an der Johann-Wolfgang-Goethe-Universität in Frankfurt. 1983 erwarb er als Fulbright-Stipendiat einen Master of Business Administration (MBA) der Northwestern University (Kellogg Graduate School of Management). Im Jahre 1987 promovierte er an der Goethe-Universität mit einer Arbeit über strategische Unternehmensführung. Nach seiner Promotion arbeitete er insgesamt 14 Jahre bei der Strategieberatung Bain & Company. Zuletzt war Venohr dort Senior Partner und Mitglied des Board of Directors. Von 2000 bis 2005 war er Geschäftsführer von Accenture Deutschland/Schweiz/Österreich mit Verantwortung für die Bereiche Corporate Venture Capital und Corporate Development. 2006 erhielt Venohr einen Ruf auf die Professur für strategisches Management an der Hochschule für Wirtschaft und Recht in Berlin. Dort leitete er einen MBA-Studiengang und war Mitgründer des Instituts für Entrepreneurship, Mittelstand und Familienunternehmen. Seit 2009 ist Venohr selbständig unternehmerisch tätig im Beratungs- und Beteiligungsgeschäft.
Venohr lebt in München, ist verheiratet und Vater von zwei Kindern.

Benjamin Alan Lucien Clare

Benjamin Alan Lucien Clare (* 15. Januar 1938 in Rock Spring, Green Island Hanover Parish; † 17. Dezember 2010 im Cornwall Regional Hospital in Montego Bay) war ein jamaikanischer Diplomat.
Benjamin Alan Lucien Clare war der Sohn von Millicent Blair und Arthur Nigel Clare. Am 27. Dezember 1965 heiratete er Evangeline Marie Davis; sie hatten eine Tochter und zwei Söhne. Er besuchte die Primary School in Savanna-la-Mar und das Jamaica College. Er wurde Mitglied von Middle Temple, studierte Rechtswissenschaft an der University of Law in London und übte den Beruf des Rechtsanwaltes aus. Er saß für den Wahlkreis Hanover Parish als stellvertretender Vorsitzender im Oberhaus des Repräsentantenhauses (Deputy President of the Senate of Jamaica).
Von 1975 bis 1977 war er Botschafter in Havanna und war zeitgleich in Paramaribo Surinam und Lima akkreditiert.
Von 1977 bis 1979 war er Botschafter in Moskau und war zeitgleich in Bukarest und Warschau (19. Februar 1979) akkreditiert.
Von 1989 bis 1995 war er beamteter Staatssekretär im Außenministerium.

Triptane

Triptane sind Arzneistoffe zur Akutbehandlung der Migräne und des Cluster-Kopfschmerzes. Ihr Wirkmechanismus beruht auf einer selektiven Stimulierung von Serotonin-Rezeptoren des Subtyps 5-HT1B/1D/1F.

Alle auf dem Markt befindlichen Triptane leiten sich strukturell vom Serotonin (5-HT) und vom 5-Carboxamidotryptamin ab. Derzeit werden in Deutschland folgende Triptane therapeutisch angewendet:
Erste Modifikationen ausgehend von dem nichtselektiv wirksamen Serotonin lieferten durch Einbringung einer Sulfonamidstruktur den selektiven 5-HT1B/1D/1F-Rezeptoragonisten Sumatriptan. Dieses Strukturmerkmal wurde auch bei zahlreichen neueren Triptanen („Triptane der 2. Generation“) beibehalten. Durch Variation der Substituenten und der Lipophilie wurden hauptsächlich pharmakokinetische Parameter, wie z. B. Bioverfügbarkeit und Halbwertzeit, verändert, während das Wirkprofil weitgehend unbeeinflusst blieb.
Weitere Triptane, wie z. B. Avitriptan und Donitriptan, befanden sich in der klinischen Erprobung, gelangten aber bisher noch nicht auf den Markt. Großes Augenmerk wird derzeit den in der klinischen Erprobung befindlichen selektiven 5-HT1D- und 5-HT1F-Rezeptoragonisten, wie z. B. LY 334370 und LY 344864, als möglichen Nachfolgern der Triptane geschenkt.
Triptane werden zur Therapie akuter Migräneanfälle mit und ohne Aura eingesetzt. Darüber hinaus zeigen sie in der Behandlung des Clusterkopfschmerzes klinische Wirksamkeit. Im Gegensatz zu klassischen Schmerzmitteln wie Acetylsalicylsäure oder Paracetamol sind Triptane (mit Ausnahme von Naratriptan ; ab April 2006) verschreibungspflichtig. Von der ärztlichen Verschreibungspflicht ausgenommen sind in Deutschland Naratriptan in Einheiten, die 2 Tabletten zu je 2,5 mg Naratriptan enthalten, und Almotriptan als Einzeldosis von 12,5 mg bei einer Packungsgröße von maximal 25 mg.
Triptane binden als Agonisten an 5-HT1B- und 5-HT1D-Rezeptoren (zusammengefasst als 5-HT1B/1D-Rezeptoren). Für die Wirksamkeit der Triptane werden drei Mechanismen diskutiert, die mit einer Aktivierung dieser Rezeptoren assoziiert werden:
Darüber hinaus zeigen die meisten Triptane eine agonistische Wirksamkeit an 5-HT1F-Rezeptoren. Eine Aktivierung dieser Rezeptoren führt ebenfalls zu einer Hemmung der Freisetzung entzündlicher Peptide, nicht aber zu einer Gefäßverengung zerebraler Blutgefäße. Der 5-HT1F-Rezeptor ist somit möglicherweise ebenfalls an der Migränewirksamkeit der Triptane beteiligt.
Für jedes der sieben verschreibungsfähigen Triptane ist nachgewiesen, dass sie jeweils bei mehr als der Hälfte der Menschen mit Migräne helfen. Die Triptane unterscheiden sich in ihrer Wirkungsdauer. Einige Triptane wirken schneller als andere, bei anderen hält die Wirkung länger an. Triptane mit einer längeren Halbwertszeit haben tendenziell etwas geringere Wiederkehrraten als solche mit kurzer Halbwertszeit. Wenn ein Triptan nicht wirksam ist, kann ein anderes Triptan bei dem gleichen Patienten die erwünschte Wirkung zeigen. Menschen mit Migräne sollten daher verschiedene Triptane ausprobieren, um das Medikament mit der für sie besten Wirksamkeit und Verträglichkeit zu finden.
Allgemeine und typische Nebenwirkungen der Triptane sind: leichtes Schwächegefühl, Schwindel, Missempfindungen/Kribbeln, Wärme- oder Hitzegefühl, leichte Übelkeit. Daneben können insbesondere vorübergehende Blutdruckanstiege und seltener Angina-pectoris-artige Symptome beobachtet werden. Diese unerwünschten Arzneimittelwirkungen werden auf eine Stimulierung von 5-HT1B/1D-Rezeptoren innerhalb des Herz-Kreislauf-Systems zurückgeführt. Sehr selten traten unter der Anwendung von Triptanen Herzrhythmusstörungen, Durchblutungsstörungen und Störungen der Skelettmuskulatur auf.
Bei gleichzeitiger Anwendung von Triptanen mit den ebenfalls in der Migränetherapie eingesetzten Mutterkornalkaloiden, wie z. B. Ergotamin, besteht eine erhöhte Gefahr von Spasmen der Herzkranzgefäße. Daher sollten Mutterkornalkaloide nicht zeitgleich mit Triptanen eingenommen werden.
MAO-Hemmer können zu einem verlangsamten Abbau der Triptane führen. Einige Triptane, wie z. B. Rizatriptan, sind ihrerseits selbst Hemmstoffe des Arzneistoff verstoffwechselnden Cytochrom-P450-Enzymsystems.
Die amerikanische Gesundheitsbehörde warnt vor der potenziell lebensbedrohlichen Wechselwirkung des Serotoninsyndroms (der Körper kumuliert zu viel Serotonin im Nervensystem) bei gleichzeitiger Einnahme eines Triptans und eines Antidepressivums aus der Gruppe der SSRI (Selektive Serotonin Wiederaufnahmehemmer) oder der SSNRI (Selektive Serotonin- und Noradrenalin-Wiederaufnahmehemmer). Symptome des Serotoninsyndroms können Ruhelosigkeit, Halluzinationen, Verlust der Koordination, schnellen Herzschlag, Blutdruckschwankungen, erhöhte Körpertemperatur, gesteigerte Reflexe, Übelkeit, Erbrechen und Durchfall einschließen.
Aufgrund ihrer vasokonstriktiven Wirkung sind Triptane bei der koronaren Herzkrankheit, Hypertonie und Gefäßerkrankungen kontraindiziert.
Triptane sind je nach Art des Triptans als nadelfreier Injektor, Fertigspritze, Tablette, Schmelztablette, Nasenspray oder Zäpfchen erhältlich.
Bereits seit dem 19. Jahrhundert ist bekannt, dass ein Migräneanfall an eine Erweiterung zerebraler und kranialer Blutgefäße gekoppelt ist. Klassische Arzneistoffe, wie z. B. Ergotamin, die zu einer Kontraktion dieser Blutgefäße führen, sind wirksame Migränetherapeutika. Die Geschichte der Entwicklung der Triptane begann mit der Beobachtung, dass Serotonin ebenfalls zu einer Konstriktion der während eines Migräneanfalls pathologisch dilatierten Blutgefäße führte. Serotonin war auf Grund seiner das gesamte Herz-Kreislauf-System und den Gastrointestinaltrakt betreffenden Nebenwirkungen jedoch weit davon entfernt, um als Migränetherapeutikum in Betracht zu kommen. Ziel der Arzneistoffentwicklung war es daher, ein Serotoninderivat zu finden, das selektiv zerebrale Blutgefäße kontrahiert, aber frei von systemischen Nebenwirkungen ist.
In den 1980er Jahren konnte mit 5-Carboxamidotryptamin ein Wirkstoff identifiziert werden, der selektiv 5-HT1-Rezeptoren stimuliert. Da diese Substanz jedoch bereits in präklinischen Studien systemische Herz-Kreislauf-Nebenwirkungen (Hypotension, Tachykardie) zeigte, wurde auf eine klinische Entwicklung dieser Substanz verzichtet. Wenig später konnte mit dem von GlaxoSmithKline entwickelten Sumatriptan (Codename GR43175) ein 5-HT1B/1D-Rezeptoragonist gefunden werden, der selektiv zerebrale Blutgefäße kontrahiert. Sumatriptan erhielt am 28. Dezember 1992 durch die US-amerikanische FDA seine Zulassung zur Akuttherapie der Migräne.
Da Sumatriptan nur eine schlechte orale Bioverfügbarkeit besitzt und die Blut-Hirn-Schranke nur unzureichend passieren kann, wurden zahlreiche sogenannte „Triptane der 2. Generation“ mit verbesserten pharmakokinetischen Eigenschaften entwickelt. Bereits Ende der 1990er Jahre erfolgte dann die Markteinführung von Zolmitriptan, Naratriptan und Rizatriptan. Wenig später folgten Almotriptan, Eletriptan und Frovatriptan. Weitere Triptane, wie z. B. Donitriptan und Avitriptan, erreichten bisher keine Marktreife.

Kanton Vayrac

Der Kanton Vayrac ist eine französische Verwaltungseinheit im Arrondissement Gourdon, im Département Lot und in der Region Midi-Pyrénées; sein Hauptort ist Vayrac.
Der Kanton Vayrac ist 8.533 Hektar (85,33 km²) groß und hat 4.276 Einwohner (Stand: 1999), was einer Bevölkerungsdichte von 50 Einwohnern pro km² entspricht. Er liegt im Mittel 157 Meter über Normalnull, zwischen 110 und 340 Metern.
Der Kanton besteht aus acht Gemeinden:
Cahors-1 • Cahors-2 • Cahors-3 • Causse et Bouriane • Causse et Vallées • Cère et Ségala • Figeac-1 • Figeac-2 • Gourdon • Gramat • Lacapelle-Marival • Luzech • Marches du Sud-Quercy • Martel • Puy-l’Évêque • Saint-Céré • Souillac
Bretenoux | Cahors-Nord-Est | Cahors-Nord-Ouest | Cahors-Sud | Cajarc | Castelnau-Montratier | Catus | Cazals | Figeac-Est | Figeac-Ouest | Gourdon | Gramat | Labastide-Murat | Lacapelle-Marival | Lalbenque | Latronquière | Lauzès | Limogne-en-Quercy | Livernon | Luzech | Martel | Montcuq | Payrac | Puy-l’Évêque | Saint-Céré | Saint-Germain-du-Bel-Air | Saint-Géry | Salviac | Souillac | Sousceyrac | Vayrac

Huatusco

Huatusco (auch Huatusco Viejo genannt) ist eine präkolumbische Ruinenstätte im mexikanischen Bundesstaat Veracruz. Ursprünglich gehörte die Stätte wahrscheinlich dem Kulturkreis der Totonaken an; in ihrer Spätzeit wurde sie von den Azteken erobert und architektonisch umgestaltet.

Die Ruinenstätte von Huatusco (auch Huatusco Viejo genannt) liegt nahe der kleinen, beinahe menschenleeren Ortschaft Santiago Huatusco im Municipio Carrillo Puerto auf dem nördlichen Ufer des Río Atoyac im Gelände des Rancho El Fortín. Die Bedeutung der Stätte besteht in einer relativ gut erhaltenen – allerdings unrestaurierten – Tempelpyramide aus der Zeit des aztekischen Reiches, auf der auch der größte Teil des eigentlichen Tempelbaues noch aufrecht steht. Die archäologische Stätte sollte nicht verwechselt werden mit der etwa 60 km nordwestlich gelegenen Provinzstadt Huatusco de Chicuellar.
Der heute Santiago Huatusco genannte Ort war unter dem Namen Cuauhtochco in aztekischer Zeit Hauptort einer aztekisch-sprachigen Provinz, in der eine Garnison des aztekischen Dreibundes bestand. Im Zuge der Eroberung durch die spanischen Konquistadoren wurden diese Garnisonen erst im November 1521, nach dem Fall von Tenochtitlan von Gonzalo de Sandoval erobert. Nach einer kurzen Zeit unter dem Encomendero Francisco de Bonal wurde der Ort um 1535 in den Besitz der spanischen Krone überführt. Vor allem durch schwere Epidemien um die Mitte des 16. Jahrhunderts wurde die zuvor dichte Bevölkerung im ganzen Küstenland beinahe ausgelöscht. Mit der Gründung der Stadt Córdoba im Jahre 1618 wurden die staatlichen und kirchlichen Institutionen von Santiago Huatusco dorthin verlegt. Der Name Huatusco ging auf den weiter westlich gelegenen Ort San Antonio Huatusco über. Santiago Huatusco hat gegenwärtig um die 150 Einwohner.
Vermutlich weil – wegen der schnellen Entvölkerung – das Gebiet in der Kolonialzeit von geringem Interesse war, konnte hier eine kleine Zahl von Kultbauten der vorspanischen Zeit unbemerkt und deshalb unzerstört bleiben. Während die postklassische Pyramide von Castillo de Teayo gut bekannt ist und häufig besucht wurde, ist jene von Huatusco kaum zur Kenntnis genommen worden.
Die immer noch unrestaurierten Ruinen von Huatusco liegen auf einem nach Süden ausgreifenden Geländesporn mehr als 100 m über dem Bett des Río Atoyac an seinem nördlichen Ufer. Der Zugang von Süden über einen Ausläufer des Sporns ist durch ein gut erhaltenes Befestigungswerk mit mindestens zwei Mauerzügen aus runden, unbearbeiteten Flusssteinen versperrt. Die Oberfläche des Geländesporns ist durch eine Einsenkung in zwei Teile gegliedert. Im nördlicheren, größeren befinden sich mehrere stark zerstörte Bauten sowie große Terrassen.
Alle Bauten werden überragt von der zentralen Pyramide, einem vierfach abgestuften Bauwerk auf niedriger Plattform, das nach Westen ausgerichtet ist. Bei diesem Bauwerk handelt es sich zweifellos um den am besten erhaltenen Tempelbau des späten Postklassikums im westlichen Mesoamerika. Eine breite, von Treppenwangen begleitete und leicht über den eigentlichen Pyramidenkörper heraus ragenden Treppe führt ohne Absatz zur obersten Plattform der Pyramide. Die Anzahl der Treppenstufen scheint ungefähr 52 betragen zu haben.
Auffällig ist vor allem das bemerkenswert große, mäßig erhaltene Tempelgebäude, dessen Außenmauern in der vollen Höhe von 7 bis 8 m erhalten sind, während die Wand mit dem nach Westen gelegenen breiten Eingang in ihrer oberen Hälfte völlig fehlt, vermutlich weil die sie tragenden hölzernen Türbalken fehlen. Die Fassade der Außenmauern ist dreifach horizontal gegliedert: Bis in eine Höhe von ca. 2,30 m sind die Wände senkrecht; dann, über einem kleinen vorkragenden Gesims weichen die Wände leicht nach innen zurück. Über einem weiteren nur wenig vorstehenden Gesimsband folgt ein rechteckiges, fast das gesamte obere Drittel der Wand einnehmendes eingesenktes Feld, in das steinerne Zapfen, die einen sogenannten „Sternenhimmelfries“ bilden, eingelassen sind.
Ähnlich wie in Teayo war der Innenraum in Etagen gegliedert. In Huatusco lassen sich drei Deckenniveaus erkennen. Das unterste Niveau in ca. 2,50 m Höhe wurde von einer Decke aus ost-westlich verlaufenden, engliegenden Holzbalken gebildet, die in allen Wänden in einer gemauerten Nut lagen. In der Mitte der Schmalseiten des Raumes waren sie auf einem hölzernen Tragebalken aufgelegt, der tief in den Seitenwänden verankert war, aber außerdem auf aus den Seitenwänden vorspringenden gemauerten Pfeilern auflag. Wegen der Länge des Raumes muss angenommen werden, dass der Balken mindestens zweimal durch hölzerne oder gemauerte Pfeiler unterstützt war. Das zweite Niveau wurde von ebenfalls parallel zur Schmalseite des Raumes, aber in Abständen von ungefähr 1 m gelegten Holzbalken gebildet, die in die Längswand eingelassen waren. Reste dieser Balken sind in den Maueröffnungen noch zahlreich erhalten. Auch hier gab es einen Querbalken, der von der Mitte der nördlichen zur südöstlichen Schmalseite verlief. Das dritte Niveau bestand wiederum aus einer Konstruktion aus vermutlich eng gelegten Holzbalken. Anzeichen von Querbalken sind nicht (mehr) vorhanden. Auch über diesem Niveau, das vermutlich das flache Dach aus Stuck trug, setzten sich die Seitenwände noch etwas fort, um der Dachkonstruktion seitlichen Halt zu geben. Die über dem ersten und zweiten Zwischenboden liegenden Räume hatten eine deutlich geringere Höhe als der unterste. Ob und für welchen Zweck sie genutzt wurden, oder ob sie nur der Erreichung der für den optischen Eindruck wichtigen Höhe dienten, ist ungewiss.
18.82325-96.560361111111Koordinaten: 18° 49′ N, 96° 34′ W

Axel Fischer (Politiker)

Axel Eduard Fischer (* 5. Mai 1966 in Karlsruhe) ist ein deutscher Politiker (CDU).

Nach der Mittleren Reife 1983 an der Berufsfachschule für Elektrotechnik in Karlsruhe absolvierte Axel Fischer bis 1985 eine Lehre zum Elektroinstallateur, die er mit dem Gesellenbrief abschloss. Anschließend besuchte er die Technische Oberschule Karlsruhe, wo er 1987 die fachgebundene Hochschulreife erwarb. Danach leistete er bis 1989 als Soldat auf Zeit seinen Wehrdienst ab und durchlief auch die Ausbildung zum Reserveoffizier. 1989 begann Fischer ein Studium des Maschinenbaus an der Universität Karlsruhe, welches er 1995 als Diplom-Ingenieur beendete. Danach war er bis 1998 als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Arbeitswissenschaft und Betriebsorganisation (ifab) der Universität Karlsruhe tätig.
Axel Fischer ist evangelisch und zum zweiten Mal verheiratet. Er hat sechs Kinder. Sein Vater ist Werner Fischer.
Axel Fischer gehörte von 1992 bis 1993 dem Landesvorstand der Jungen Union in Baden-Württemberg an und ist seit 1993 Mitglied des CDU-Bezirksvorstandes Nordbaden. Von 1989 bis 1995 war er Geschäftsführer der Jungen Union Nordbadens. Am 1. Dezember 2008 wurde er beim Bundesparteitag in Stuttgart in den Bundesvorstand gewählt.
Seit 1998 ist er Mitglied des Deutschen Bundestages.
Axel Fischer ist 1998 über die Landesliste Baden-Württemberg und danach stets als direkt gewählter Abgeordneter des Bundestagswahlkreises Karlsruhe-Land in den Bundestag eingezogen. Bei der Bundestagswahl 2005 erreichte er hier 48,3 %, bei der Bundestagswahl 2009 45,2 % und bei der Bundestagswahl 2013 53,3 % der Erststimmen.
Fischer ist seit 2009 Mitglied des Haushaltsausschusses, Berichterstatter der CDU/CSU für den Etat Arbeit und Soziales und Mitglied des Fraktionsvorstandes der CDU/CSU-Bundestagsfraktion. Außerdem ist er stellvertretendes Mitglied des Auswärtigen Ausschusses und des Ausschusses für Angelegenheiten der Europäischen Union.
Seit Januar 2006 ist Fischer Mitglied der Deutschen Delegation für die Parlamentarische Versammlung des Europarates und war bis zu ihrer Auflösung auch Mitglied der Parlamentarischen Versammlung der Westeuropäischen Union (siehe Europa).
Zudem ist Axel E. Fischer Vorsitzender des Sondergremiums gemäß § 3 Absatz 3 des Stabilisierungsmechanismusgesetzes. Darüber hinaus ist Axel E. Fischer Mitglied der Deutschen Delegation in der Interparlamentarischen Union (IPU). Delegationsleiter ist der Bundestagspräsident Norbert Lammert. Neben Fischer und Lammert sind für die CDU/CSU-Bundestagsfraktion noch Karin Maag und Alexander Radwan in dieser Delegation.
Fischer leitete von Mai 2010 bis April 2013 die Enquete-Kommission „Internet und digitale Gesellschaft“ des Bundestages.
Fischer war Mitglied der Deutschen Delegation zur parlamentarischen Versammlung der WEU und dort jahrelang Vorsitzender des Ausschusses für Luft- und Raumfahrt und Technologie (Axel Fischer MoP, Chairman of the Technological and Aerospace Committee, European Security and Defence Assembly/WEU Assembly, Paris). In dieser Funktion war er Mitglied des Präsidiums der WEU. Besondere Verdienste erwarb er sich mit seinem Bericht zu Gepanzerten Fahrzeugen, der international sehr gelobt wurde. Nach Auflösung der parlamentarischen Versammlung der Westeuropäischen Union war Fischer Gründungsmitglied der European Security and Defense Association (ESDA) mit Sitz in Paris und ist bis heute deren Vizepräsident.
Fischer ist seit Januar 2014 Leiter der deutschen Delegation der parlamentarischen Versammlung des Europarates und Sprecher der CDU/CSU. Zudem ist er Vizepräsident der Versammlung und stellvertretender Vorsitzender der EVP-Fraktion.
Axel Fischer ist seit September 2012 Präsident der Weltliga für Freiheit und Demokratie in Deutschland. Er setzt sich seit vielen Jahren für Freiheit, Demokratie und Menschenrechte ein und ist ein Unterstützer dieser Werte auch im Europarat. Als Vorsitzender des Unterausschusses für den Europapreis bei der parlamentarischen Versammlung des Europarates koordiniert Fischer seit vielen Jahren die Vergabe dieses Preises.
Seit Mai 2015 ist Axel E. Fischer zudem Präsident des European Council for World Freedom (https://www.facebook.com/pages/European-Council-for-World-Freedom/1583957721855480).
Anfang 2009 erklärte Fischer gegenüber der Bild am Sonntag, nach den Entscheidungen in Schweden, Finnland, Frankreich und Großbritannien müsse man in der Zukunft auch in Deutschland über Neubauten von Kernkraftwerken nachdenken.
Mitte November 2010 forderte Fischer in einem Zeitungsinterview und auf seiner persönlichen Facebook-Seite ein „Vermummungsverbot“, also eine „Pflicht zur Klarnamen-Nennung im Internet“ in ausnahmslos allen Internet-Foren, im Gegenzug müsse ein „Radiergummi“ entwickelt werden, mit dem man Inhalte aus dem Internet löschen könne. Seine Forderung führte im Internet, vor allem über den Mikrobloggingdienst Twitter zu einer großen Anzahl hämischer Erwiderungen.
Um Griechenland wirtschaftlich zu stützen, hat Fischer, gemeinsam mit seinem Kollegen Rüdiger Kruse, über die BILD die Idee eingebracht, deutschen Urlaubern bei einem Griechenlandurlaub bis zu 500 € zu erstatten.

Carl Wilhelm Louis Preuß

Carl Wilhelm Louis Preuß (* 12. Januar 1827 in Matzdorf (Matuszowice), Landkreis Crossen/Niederlausitz; † 25. Juli 1878 in Hamburg), war der erste amtierende Apostel der allgemeinen christlichen apostolischen Mission, aus der später die Neuapostolische Kirche hervorging.
Er wuchs nach dem frühen Tod seiner Eltern bei seinen Großeltern in Linum bei Fehrbellin (Brandenburg) auf, wurde in der lutherischen Kirche konfirmiert und erlernte anschließend das Tischlerhandwerk. Als Geselle begab er sich auf Wanderschaft und lernte in Berlin die Katholisch-apostolischen Gemeinden kennen. Um das Jahr 1850 dürfte er von Apostel Thomas Carlyle versiegelt worden sein. Am 14. Juni 1855 wurde er, ebenfalls durch Apostel Carlyle, in Berlin zum Priester ordiniert.
Ein Jahr später gab er seine Arbeit in Rathenow auf und wurde von Bischof Carl Rothe nach Hamburg gesandt. Dort sollte er die katholisch-apostolische Gemeinde leitend betreuen. Der Staat hatte über sie ein Versammlungsverbot verhängt und ihre Amtsträger aus der Stadt verwiesen. Da Priester Preuß als arbeitssuchender Tischlergeselle, und nicht als Geistlicher, nach Hamburg kam, wurden ihm private religiöse Zusammenkünfte gestattet. Seinen Beruf übte er bis 1866 aus. Im Jahr 1860 heiratete er Anna Maria Todtmann, eine Glaubensschwester aus seiner Gemeinde.
Die Gemeinde Hamburg entwickelte sich so gut, dass Bischof Rothe 1858 den Ältesten Friedrich Wilhelm Schwarz als Verstärkung nach Hamburg sandte.
Die katholisch-apostolischen Gemeinden waren in den 1830er Jahren in England entstanden. Durch „Weissagungen aus dem Heiligen Geist“ waren 12 Apostel berufen worden, die nun versuchten, die Christenheit unter der Leitung dieser Apostel zu vereinen. Da sie bei der Geistlichkeit der anderen christlichen Kirchen keine Zustimmung fanden entstand eine neue Kirche. 1855 starben die Apostel Mackenzie, Carlyle und Dow. Bemühungen, besonders durch den deutschen Propheten Heinrich Geyer, die verstorbenen Apostel zu ersetzen wurden von den verbliebenen Aposteln abgelehnt.
Am 10. Oktober 1862, inzwischen lebten nur noch 6 der 12 englischen Apostel, berief der Prophet Geyer in Königsberg (Ostpreußen) den Ältesten Rudolf Rosochacki zum Apostel. Diese Neurufung wurde von der Hamburger Gemeinde freudig aufgenommen. Apostel Francis Valentine Woodhouse schloss daraufhin die Gemeinde Hamburg und ihre Amtsträger, einschließlich Bischof Schwarz, Prophet Geyer und Priester Preuß, aus der katholisch-apostolischen Kirche aus. Apostel Rosochacki trat nach Vorhaltungen von Bischof Rothe und seiner eigenen Ehefrau von seinem Amt als Apostel zurück und verblieb in der katholisch-apostolischen Gemeinde. Nun stand die ausgeschlossene Hamburger Gemeinde ohne Apostel da, versammelte sich aber weiterhin zu Gebeten und Gottesdiensten.
Am 12. April 1863 wurde der Priester Louis Preuß durch Weissagung eines Diakons zum Apostel berufen. Der abwesende Prophet Geyer bestätigte diese Rufung später als aus dem Geist Gottes kommend. Auch Bischof Schwarz stellte sich unter seinen neuen Apostel, bis dieser kurze Zeit später selbst zum Apostel berufen wurde. Damit war neben den katholisch-apostolischen Gemeinden ein neuer apostolischer Zweig („neue Ordnung“) entstanden, der sich Allgemeine christliche apostolische Mission nannte.
Unter großen Mühen folgte Apostel Preuß seiner Berufung und arbeitete am inneren und äußeren Auf- und Ausbau der neuen apostolischen Gemeinden. Er musste Anfeindungen und Verfolgungen ertragen und wurde auf Grund der nicht überall gegebenen Religionsfreiheit mehrere Male verhaftet.
Im Jahr 1864 entstand eine Tochtergemeinde Hamburgs in Schladen (Harz). Am 25. Juli führte Apostel Preuß in einem nahe gelegenen Waldstück, das bereits zum religionsfreien Königreich Preußen gehörte, die erste Versiegelung der „neuen Ordnung“ außerhalb Hamburgs durch. Zu den Versiegelten zählten die späteren Apostel Friedrich Krebs, H. Friedrich Niemeyer (Begründer der Apostolic Church of Queensland), Heinrich Wachmann und wahrscheinlich auch Gustav Ruff. Die Gemeinde Schladen erlangte große Bedeutung für die Ausbreitung der Gemeinden in Mitteldeutschland.
In seinen letzten Lebensjahren kam es zu Spannungen mit dem Propheten Heinrich Geyer, der sich dem Apostel übergeordnet sehen wollte, da zu jener Zeit alle Ämter durch die Propheten berufen wurden.
Nach dem Tod des Apostels Preuß stellte der Prophet Geyer der Hamburger Gemeinde J.F. Güldner als neuen Apostel vor. Apostel Preuß hatte allerdings vor seinem Tod dem Ältesten Wichmann die Leitung der Hamburger Gemeinde übertragen. Dieser und die übrigen Apostel erkannten die Rufung des neuen Apostels nicht an. Es kam zur Spaltung der Gemeinde.
Die Anhänger Geyers und Güldners behielten den Namen Allgemeine christliche apostolische Mission bei und lösten sich Jahre später auf.
Die verbliebene Hamburger Gemeinde erhielt 1881 in Friedrich Krebs einen neuen Apostel, nachdem der verwaiste Bezirk vorübergehend von Apostel Friedrich Wilhelm Menkhoff betreut worden war. Zusammen mit den übrigen Aposteln und Gemeinden der „neuen Ordnung“ nannten sie sich nun Neuapostolische Gemeinde, bzw. später Neuapostolische Kirche, zu der sich heute weltweit ca. 10 Millionen Mitglieder bekennen.